Backrooms (2026) | Filmbewertung
Meinung, Review · 13.06.2026

Backrooms (2026) | Filmbewertung

Ein 20-Jähriger zeigt dem alten Horror-Eisen wie es geht

Wertung: 9/10

Kane Parsons kennen viele noch als "Kane Pixels" von YouTube. 2022 hat er mit seiner Backrooms-Reihe das halbe Internet in seinen Bann gezogen, und jetzt, vier Jahre später, legt er mit gerade mal 20 sein Kinodebüt nach, über A24, mit echten Schwergewichten im Hintergrund. Ehrlich, dass jemand in dem Alter mit seinem ersten Film schon so abliefert und den ganzen alten Hasen zeigt wo es langgeht, ist einfach stark. Macht richtig Lust auf das, was von der jungen Generation noch kommt.

Worum geht's

Ein Möbelhändler, der nach seiner Scheidung ziemlich am Ende ist, findet hinter einem Regal in seinem Laden plötzlich eine Tür. Dahinter: die Backrooms, dieses endlose Labyrinth aus gelben Wänden, flackerndem Neonlicht und diesem dauernden Summen. Seine Therapeutin macht sich auf die Suche nach ihm und gerät selbst tief in diese andere Welt hinein.

Atmosphäre und Optik

Hier hat mich der Film komplett abgeholt. Kane hat das Konzept mit Blender gebaut und angeblich rund 50 Tapetentests gemacht, nur um den perfekten Gelbton zu treffen, und genau dieser Wahnsinn fürs Detail zahlt sich aus. Die Räume fühlen sich nicht wie ein Filmset an, sondern wie echte Nicht-Orte, irgendwie vertraut und gleichzeitig total fremd. Manche Szenen ziehen einen so rein, dass "eng" als Wort gar nicht reicht, es wird richtig erdrückend.

Was den Film so gut macht

Das Beste: Es braucht hier kaum Blut oder offene Gewalt. Was wirklich unter die Haut geht, ist dieses ständige Gefühl, dass gleich um die nächste Ecke etwas Schlimmes wartet. Die Verfolgungsjagd war mega spannend, kein langatmiges Geschwafel, sondern einfach Druck und Tempo. Genau so muss das sein.

Fazit

Backrooms ist kein typischer Horrorfilm, und genau das ist seine grösste Stärke. Parsons bleibt dem Geist der Backrooms treu: dieser beklemmenden Stille, dem Gefühl von Ortlosigkeit, dem Eindruck irgendwo gefangen zu sein ohne dass eine Karte einem weiterhilft. Wer die Backrooms schon immer cool fand, bekommt hier genau das, und noch viel mehr obendrauf. Von mir eine klare Empfehlung.

rsons bleibt dem Geist der Backrooms treu: der beklemmenden Stille, dem Sinn für Ortlosigkeit, dem Gefühl, irgendwo gefangen zu sein, das sich mit keiner Karte beschreiben lässt. Wer das Konzept kennt und liebt, findet hier genau das, was er erwartet, und noch einiges mehr dazu. Klare Empfehlung.